Rennbericht vom 5. VLN Rennen (46. ADAC-Reinoldus-Langstreckenrennen)
Leider konnten wir beim VLN 5 nur mit der Limo an den Start gehen, diese aber spulte am Freitag bei den Einstellfahrten fleißig, ohne Probleme ihre Runden ab. Das Qualifying hingegen lief nicht so gut für uns, sodass wir nur Startplatz 39 von 192 Startern einfahren konnten.
Aber
alles nicht so schlimm. Kann man im Rennen wenigstens mehr überholen. Dem
entsprechend heiß stieg unser Startfahrer Uwe Bleck in sein Arbeitsgerät. Man
muss aber schon zugeben, dass es ein ungewohntes Bild war, unseren schwarzen,
siegeshungrig dreinblickenden RS4 zwischen den etwas kleineren Fahrzeugen stehen
zu sehen.
Bei bestem Wetter für die Fans startete die Einführungsrunde. Direkt nach dem fliegenden Start bissen sich die vier schwarzen Walzen in den Asphalt und bereits auf der Start und Ziel musste das erste Opfer fallen. Der V8 schob unseren schwarzen Rennboliden unbändig vorwärts. Nach und nach sammelten wir die Fahrzeuge vor uns ein und verbesserten unsere Platzierung.
Plötzlich gab es dann einen Rennabbruch, weil nach dem Unfall vom Mantey-Porsche noch zu viele Teile auf der Strecke lagen. Dadurch änderten wir unsere Taktik und vollzogen den Boxenstopp sowie Fahrerwechsel. Christian freute sich natürlich schon, etwas früher in den engen Sportsitz gepresst zu werden. Rechtzeitig zum Restart stand unser Audi wieder an der Boxenausfahrt. Ab in die Einführungsrunde und die Jagd wieder eröffnen. Doch da passierte es. Nach dem Restart meldete sich Christian vom Schwalbenschwanz und meinte, dass vorne rechts ein schwerwiegendes Problem sei. Er kam also in die Box. Bereits bei der Einfahrt in die Box und beim demontieren des Rades viel auf, dass es sich um ein größeres Problem handeln musste. Kaum, dass das Rad auf die Seite gelegt wurde, sahen wir das ganze Ausmaß der Katastrophe. Ein Teil der Radaufhängung war gebrochen. Eigentlich ist dieses Bauteile zwei Minuten, vier echt heißen Begegnungen mit der Bremsscheibe und 20 ml Brandsalbe später gewechselt, doch ausgerechnet dieses Bauteil haben wir noch nicht als Ersatz. Hinter unserer Box stand also ein LKW, in dem ein ganzer Renn-RS4 in Einzelteilen schlummerte. Nur dieses eine besch….eidene Bauteil fehlt.
Somit blieb uns nichts übrig, als das Fahrzeug transportfähig zu machen und die Box für unsere Motorsportkollegen von den anderen Teams zu räumen. Der Teamchef wollte und konnte das Ganze nicht begreifen. Doch um ihn herum standen noch mindestens fünf weitere Mechaniker und zwei Fahrer, die es ebenfalls nicht wahrhaben konnten. Von der Teamchefin ganz zu schweigen.
Nun bleibt uns nur noch, die möglichen Ursachen für diesen Ausfall ganz genau zu recherchieren und zu beseitigen.
Wir danken auf jeden Fall unseren Fans und vertrösten euch auf das nächste VLN-Rennen, wo wir mit geänderter Achskonstruktion wieder voll angreifen werden.
Tschau und bis nächsten mal, euer Team von Götz-Motorsport