Rennbericht vom 2. VLN Rennen 2007 (32. DMV-4-Stunden Rennen)
Hallo liebe Rennsportfreunde und Fans des Götz Motorsport Teams!
Da sind wir wieder mit einer neuen Saison und den altbekannten, schwarzen Audis aus Oberstenfeld. Da wir diese Saison etwas kürzer treten wollen, sind wir erst zum 2. Rennen auf der Nordschleife mit unserer Limousine angetreten. Der Kombi sieht zwar schon wieder ganz gut aus, aber leider sind da noch die eine oder andere Kleinigkeit dran zu machen.
Sei’s drum! Unsere Aufmerksamkeit galt an diesem Wochenende ganz der Limousine und unserem einzigen Fahrer Christian.
Im Training am Freitag lief alles ganz gut. Auch Christian gab uns ein gutes Feedback vom Fahrzeug. Einzige Ausnahme bildet, dass wir aufgrund der beiden Totalschäden, die bei uns in der Werkstatt überwinterten und quasi neu aufgebaut werden mussten, kaum am Wagen weiterentwickeln konnten.
Das wurde dann am Samstag ziemlich deutlich, als wir nahezu unsere Vorjahreszeit erreichten und die Zeiten der Konkurrenz sahen. Es reicht eben nicht einfach nur Konstanz zu zeigen. Das wurde uns mit Startplatz 46. für das Rennen bestätigt. Als es dann endlich um 12.00 Uhr los ging zeigte unser Fahrer, dass es nicht unbedingt nur der 46. Platz sein muss. Wie schon letzte Saison mehrmals gezeigt, begann sich unser Audi durch die Massen nach vorne zu wühlen. Wir hofften außerdem, durch eine wohlüberlegte Strategie nur wenig Zeit in der Box zu verbringen. Der erste und zweite Boxenstopp verlief eigentlich ohne große Probleme. Die Mechaniker von Götz waren zwar quasi gerade erst aus der Winterpause gekommen und noch nicht auf dem obersten Level, aber es lief dennoch relativ reibungslos ab.
Soweit so gut dachten wir uns, als Dieter über Funk von Christian mitgeteilt bekam, dass hinten rechts an der Aufhängung etwas gebrochen war. Das Ganze geschah direkt in der Runde nach dem Boxenstopp. Wir hatten also keine andere Chance, als ihn noch einmal direkt in die Box zu holen. Dort angekommen war dann auch schnell klar, dass hinten aufgrund einer im ersten Stint geschehenen Kollision eine Schraube der Radaufhängung gebrochen war. Ohne lang zu überlegen, versuchten wir die Reste der Schraube zu entfernen und eine neue einzusetzen. Dies gestaltete sich jedoch schwieriger als erwartet und wir verloren knappe 9 Minuten durch den außerplanmäßigen Stopp. Da wir allerdings auch in solchen Situationen schnell umdenken können, haben wir noch einmal voll getankt, um uns einen weiteren Boxenstopp eventuell zu ersparen. Diese Rechnung ging dann gegen Ende des Rennens auch auf und wir fuhren trotz der gebrochenen Aufhängung noch auf Platz 55 durchs Ziel und lagen somit zwei Plätze vor unserem Klassengegner. Das sicherte uns den Klassensieg und wir konnten zufrieden den Heimweg antreten.
Trotz des ersten Platzes in unserer Klasse haben wir gesehen, wie weit uns der ‚Neuaufbau der Fahrzeuge’ und die dadurch fehlende Entwicklungsarbeit zurückgeworfen haben. Somit sind die Hausaufgaben klar gegeben und wir haben viel zu tun.
Wir hoffen, dass es euch genauso gut wie uns gefallen hat und wir freuen uns auf nächste Rennen, wenn wir wieder dabei sind, um euch ein gutes Rennen zu präsentieren, wenn die vier Ringe wieder inmitten der Porsche Armada auf Jagd gehen.
Bis bald,
Euer Team von Götz Motorsport