Rennbericht vom 5. VLN Rennen
Hallo liebe Fans von Götz Motorsport,
zwei Motorschäden am Anfang der Saison waren einfach genug, deshalb nutzte das Team von Götz Motorsport die vierwöchige Pause nach dem 24h-Rennen insbesondere für die Fertigstellung des in Eigenregie entwickelten über 500 PS starken Audi V6-Motors. Der Teamchef Dieter Götz höchstpersönlich hatte das neue Aggregat im gewohnten Audi RS4 auf dem Bosch-Oval in Boxberg einen ersten erfolgreichen Test unterzogen und die schwäbische Mannschaft reiste voller Zuversicht zum 48. ADAC Reinoldus Rennen.
Wie viele andere Teams auch haderte man zunächst mit der feuchten Strecke und blieb am Ende der Qualifikation regelrecht im Verkehr stecken. Der diesmal alleine fahrende Christian Kohlhaas sah alles trotzdem recht gelassen: "Das Training haben wir irgendwie verwachst, als ich meine eigentlich schnelle Runde drehen wollte, hatte ich eine riesige Gelbphase und wurden dadurch regelrecht eingebremst".
Im Rennen schien zunächst alles wie am Schnürchen zu laufen. "Der Start war prächtig gelaufen, ich konnte mich zügig nach vorne arbeiten. Die Zeiten waren richtig gut, so schnell waren wir im Rennen noch nie gewesen", berichtete der Andernacher. Lange sollte er sich allerdings nicht freuen können, denn im siebten Umlauf ab dem Schwedenkreuz machte die Antriebswelle schlapp und Kohlhaas musste in langsamen Tempo die Boxen ansteuern. Nach über 45 Minuten Reparaturpause ging Kohlhaas wiederum ins Rennen. "Danach konnte ich mit ungebremsten Schaum weiterfahren, die Zeiten waren weiterhin erfreulich gut" erklärte Kohlhaas und fuhr fort: "Drei Runden vor Schluss musste ich deutlich Gas rausnehmen, da wir merkten, dass die Abgas-Temperatur bei unserem Turbo deutlich nach oben ging. Das hat dann zwar über zehn Sekunden pro Runde gekostet, aber wir kamen an und vor allem war unsere Performance heute richtig gut gewesen".
Das Resümee von Dieter Götz fiel ebenfalls recht positiv aus: "Das mit der Antriebswelle hat mich schon überrascht, die wechseln wir normalerweise immer erst am Ende der Saison. Mit dem neuen Motor war ich sehr zufrieden. Die kleinen Problemchen haben wir bis zum nächsten mal sicher im Griff. Wo wir allerdings noch was machen müssen ist am Kraftstoff-Verbrauch, ich möchte schon, dass wir eine Runde länger fahren können. Die Leistung ist nun dort, wo wir hinwollten. Wir können jetzt wieder mit den großen Autos halbwegs mitschwimmen". Beim nächsten Lauf wird man pausieren, um beim zweiten Saisonhöhepunkt dem 6h-Rennen dann wiederum voll ins Geschehen einzugreifen.
Bis dann, euer Team von Götz-Motorsport.
Endresultat: 230 Gesamtstarter, Platz 2 in der Gruppe SP8 (96. Gesamt)