Rennbericht vom 7. VLN Rennen

Neunminuten-Schallmauer fast geknackt!

Die Truppe von Götz Motorsport hatte das letzte Rennen vor zwei Wochen ausgelassen um den bewährten Audi RS4 optimal für den Saisonhöhepunkt der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft, das 6-Stundenrennen des MSC Ruhrblitz Bochum vorzubereiten. Neben dem Stammpilot Christian Kohlhaas hatte sich, wie bereits beim 24-Stundenrennen, der US-Amerikaner Vic Rice angesagt. Der 56-Jährige Kalifornier hat in seiner Karriere bereits zwanzig 24-Stundenrennen in Le Mans, Daytona und auf der Nordschleife bestritten. Er war im Mai beim großen Eifel-Marathon erstmals zu dem schwäbischen Team gestoßen und so begeistert gewesen, dass er spontan für das 6-Stundenrennen zugesagt hatte. Insbesondere interessierte den Teamchef Dieter Götz nach der vierwöchigen Pause natürlich, wie sich der Wechsel zum neuen Reifenpartner Dunlop auswirken sollte. Das sich dieser Schritt gelohnt hatte, zeigte sich bereits bei den Einstellfahrten am Freitag und bestätigte sich danach auch in der Qualifikation am Samstag, wo es Kohlhaas fast gelungen wäre die Neunminuten-Schallmauer zu knacken. 

Mit dem gleichen Elan wollte Kohlhaas ebenfalls im Rennen zulangen, zunächst kämpfte er allerdings mit Problem beim Motormanagement; <<Ich hatte überhaupt keine Leistung mehr, weis aber, dass sich das Problem leicht beheben lässt, indem man die Zündung einfach nur aus und an macht. Nur wo sollte ich das im Tumult auf der Grand Prix-Strecke machen? Einfahrt Nordschleife ging es endlich, danach konnte ich richtig loslegen. Wir kamen beständig nach vorne, auch bei Vic lief es prima. Dann kam die Nummer mit dem Platzregen kurz nach 16 Uhr. Ich kam die Döttinger Höhe hoch und es fing an zu regnen. Da es vorne wieder heller wurde fuhr ich nicht in die Boxen, doch am Ende der Ende der Grand Prix-Strecke ging er dann los der Wolkenbruch... Gut, ich überstand diese Runde schadlos, es ging aber ungeheuer viel Zeit verloren. Mit den Regenreifen fuhr ich noch auf die P17 nach vorne und übergab nach dem Wechsel auf Slicks wieder an Vic. Der kam aber dann nicht weit. Ihm brach Eingang Hatzenbach die Aufhängung und damit war unser Rennen leider zu Ende.>>

Trotz des Ausfalls zog Dieter Götz ein positives Resümee: <<Eigentlich war ich sehr zufrieden. Unser Wechsel des Reifenpartners hat sich voll ausgezahlt. Ich bin sicher, dass hat uns, vor allem über die Distanz gesehen, vier oder sogar fünf Sekunden pro Runde gebracht. Unsere Rundenzeiten und die Performance im Rennen waren ebenfalls gut, auch die von Vic. Die Entscheidung den Motor selbst zu machen, hat sich auch in diesem Rennen als goldrichtig erwiesen, der Motor hat jetzt richtig Dampf und wir haben auf der Döttinger Höhe eine Topspeed von 283 km/h geschafft. Auf alle Fälle haben wir klar gezeigt, dass wir mit unserem schweren Koffer die schnellste 4-türige Limousine hier sind. Dass uns dann die Aufhängung gebrochen ist, war wirklich schade, sonst wäre wohl eine Platzierung unter den ersten Fünfzehn drin gewesen.   

Bis dann, euer Team von Götz-Motorsport. 

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