Original auf http://www.racing1.de/web/vln/artikel.php?newsID=8445 am 11.05.2005
Starker Kombi

Das 24-Stundenrennen war auch in diesem Jahr wieder für so manche Überraschung gut, eine davon war sicherlich der sensationelle Auftritt des Quartetts Uwe Bleck, Simon Englerth, Mario Ketterer und Gianpaolo Tenchini im Audi RS4 von Götz Motorsport.
Bei den misslichen äußerlichen Bedingungen der ersten Stunde hatte Englerth den über Winter auf über 470 PS aufgerüsteten Allradler schnell vom 26. auf den elften Platz vorgefahren, beim zweiten Piloten Ketterer ging es noch weiter nach vorne.
In der relativ trockenen und winterlich kalten Nacht konnte man zwar nicht wirklich vom Allradvorteil profitieren, überstand dafür aber wirklich alle Überrundvorgänge völlig ohne Blessuren und haarige Situationen.
Nach dem schönen Sonnenaufgang meldeten sich in der Eifel bekanntermassen ja nochmals Schnee und Regen zurück und für die Vier im schwarzen Kombi ging es weiter nach oben. Lange Zeit hielt man souverän die fünfte Position, erst ein bitterer Turboladerschaden drei Stunden vor Schluss konnte den schnellen Audi letztlich stoppen.
"Es tut schon weh so kurz vor Schluss an so einer toller Position liegend das Auto abstellen zu müssen, es war das ganze Rennen perfekt wie ein Uhrwerk gelaufen. Der Turboladerschaden war wirklich nicht vorhersehbar", resümierte Ketterer den unglücklichen Ausgang des Eifel-Marathons.
Während der zum Zeitpunkt des Ausfalls fahrende Freiburger Bergspezialist Ketterer wohl eine bekannte Größe im deutschen Motorsport ist, dürfte der Teamchef und Erbauer des schnellen Audi, Dieter Götz, und die drei anderen Piloten den wenigsten Motorsportfans ein Begriff sein, dabei ist der Schwabe Götz schon ein alter Hase im Motorsport, so arbeitete er etwa in der DTM- und ITC-Zeit bei AMG.
Mittlerweile ist er in der Fahrzeug-Entwicklung bei Audi tätig, das gilt indes auch für seine Kollegen Englerth und Bleck. Extra für den Eifelmarathon hatte man sich schließlich noch den nordschleifenerfahrenen Pirelli-Testfahrer Tenchini, man konnte es an diesem Wochenede wohl auch wörtlich nehmen, "mit ins Boot genommen", der sich sehr harmonisch ins Team integrierte. Mit dem bewährten deutschen Fahrertrio wird man beim nächsten VLN-Lauf im Juni natürlich wieder angreifen.